Erweiterte Multifunktionsregelung interagiert mit Zonenumgebung

Die Multifunktionsregelung Typ emcoMFR verfügt jetzt über neue Sensoren und Aktoren, mit denen Fensterkontakte, Präsenzmelder, Verschattungssysteme oder die Raumbeleuchtung eingebunden werden können.

Integration externer Komponenten mittels selbst entwickelter Aktoren und Sensoren / Direkte Interaktion mit der Umgebung für höhere Effizienz und mehr Klimakomfort / Umfassende GLT-Einbindung über BACnet-Gateways / Einfache „Plug & Play“-Installation und Inbetriebnahme durch den Anlagenbauer

Frankfurt a. M. / Lingen 10. März 2015 – Die Möglichkeiten seiner Multifunktionsregelung Typ emcoMFR hat emco Klima jetzt durch die zusätzliche Einbindung und Ansteuerung externer Komponenten noch einmal deutlich erweitert. Entsprechende Lösungen zeigte das Unternehmen auf der ISH 2015 in Frankfurt. Über die Integration von Fensterkontakten, Präsenzmeldern, Verschattungssystemen oder der Raumbeleuchtung können nun wesentliche Einflussfaktoren auf das Raumklima – wie etwa die manuelle Fensterlüftung oder die Sonneneinstrahlung – flexibel bei der Regelung einer Zone berücksichtigt werden. Möglich wird dies durch die Einführung neuer, selbst entwickelter Aktoren und Sensoren, die per „Plug & Play“ automatisch erkannt werden und sich dann objektorientiert in die Programmierung einbinden lassen. Lag der Fokus bisher auf dem optimalen Zusammenspiel der verschiedenen lüftungs- und klimatechnischen Komponenten des Lingener Herstellers, kann die Multifunktionsregelung damit jetzt auch direkt mit der Umgebung interagieren und so den energiesparenden Betrieb bei hohem thermischem Komfort auf einer breiteren Basis sicherstellen. Dabei zielt das Regelungskonzept weiterhin auf einzelne, in sich geschlossene Zonen, die bei Bedarf über neu eingeführte Gateways einfach per BACnet oder andere Protokolle vollständig in die Gebäudeleittechnik eingebunden werden können.

„Unsere Kompetenz sind dezentrale Systemlösungen zur energieeffizienten und komfortablen Raumklimatisierung. Jede Zone, die wir mit unserer Lüftungs- und Klimatechnik sowie der dazugehörigen Regelung ausstatten, ist für den Kunden ein abgeschlossener Bereich, in dem sämtliche Komponenten optimal aufeinander abgestimmt sind“, erläutert Geschäftsführer Frank Bolkenius. „Die Basis für dieses im Markt einzigartige Regelungskonzept liegt darin, dass alle Bestandteile selbst entwickelt und gefertigt werden. Das gibt uns die vollständige Kontrolle über das System und damit die Flexibilität, auch externe Einflussfaktoren nutzenbringend einzubinden. So können wir etwa bei hoher Sonneneinstrahlung zunächst einfach die Verschattung herunter fahren. Erst danach schalten wir die Kühlung bedarfsgerecht mit der optimalen Leistungskurve zu. Auf diese Weise bieten wir eine Zonenlösung aus einer Hand, bei der wir den energetisch sinnvollen Systembetrieb bei hohem Nutzerkomfort garantieren.“

Die Multifunktionsregelung basiert auf dem herstellereigenen emcoBUS. Alle Teilnehmer einer Zone werden hier über eine durchgeschliffene 4-adrige Ringleitung miteinander verbunden. Dies können Bodenkonvektoren, Fassadenlüftungsgeräte oder Kühldecken ebenso wie Sensoren für Präsenzmelder und Aktoren für das Auf- und Zufahren der Verschattung sein. Das Herzstück jeder Zone ist das Raumbediengerät, welches die bis zu 30 Teilnehmer automatisch per „Plug & Play“ erkennt und über eine Vielzahl von standardisierten Programmen regelt und steuert. Angesichts dieser einfachen Struktur kann die Multifunktionsregelung direkt vom Anlagenbauer mit wenig Aufwand installiert und in Betrieb genommen werden. Hierbei lässt sich der Großteil aller Funktionen über das intuitive Menü des Raumbediengeräts oder über frei erhältliche Windows-Software über eine USB-Verbindung konfigurieren. Für besonders komplexe Geräte- und Zonenkonstellationen bietet der Hersteller ergänzend die Unterstützung durch den eigenen Werkskundendienst an.

Zunächst kann der Anlagenbauer aber auch selbst weitreichendere Einstellungen vornehmen. Hierzu muss lediglich ein Laptop per USB an das Raumbediengerät angeschlossen werden. Über eine komfortable Software ist dann eine detaillierte Konfiguration des Zusammenspiels aller aufgeschalteten Komponenten möglich. Darüber hinaus kann die Multifunktionsregelung auch vom Hersteller ab Werk vollständig nach den individuellen Projektanforderungen programmiert werden. Von der einfachen Anpassung der Benutzeroberfläche der Raumbediengeräte mit Firmenlogo bis hin zu Abstimmung verschiedenster Funktionen über die Gebäudeleittechnik sind den Möglichkeiten dabei keine Grenzen gesetzt. Die neuen Gateways ermöglichen der GLT hier über das BACnet-Protokoll und ModBUS den vollständigen Zugriff sowohl auf gesamte Zonen als auch auf einzelne Teilnehmer. Gleichzeitig können so Firm- und Softwareupdates für alle Komponenten durchgeführt und noch nachträglich Anpassungen an der Programmierung per Fernzugriff vorgenommen werden – etwa wenn sich die Belegung oder Nutzung einer Zone ändern. Eine neue Broschüre für die gesamte Produktgruppe Regelungstechnik ist ebenfalls ab sofort verfügbar.